Für Arbeitnehmer, die kündigen wollen
Kündigung Arbeitsvertrag — Vorlage online erstellen und fristgerecht kündigen
Eine Kündigung des Arbeitsvertrags ist nur wirksam, wenn sie schriftlich auf Papier erfolgt und eigenhändig unterschrieben ist — § 623 BGB schließt E-Mail, Fax und mündliche Kündigung ausdrücklich aus; die gesetzliche Mindestkündigungsfrist für Arbeitnehmer beträgt gemäß § 622 Abs. 1 BGB vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.
Quelle: § 622, § 623 BGB
Die Entscheidung, ein Arbeitsverhältnis zu beenden, ist oft wochen- oder sogar monatelang gereift. Wenn es dann so weit ist, sollte das eigentliche Kündigungsschreiben schnell und fehlerfrei auf dem Tisch liegen. Genau hier scheitern viele Arbeitnehmer nicht an guter Absicht, sondern an formalen Kleinigkeiten, die im schlimmsten Fall die Kündigung unwirksam machen. Das wichtigste Erfordernis regelt § 623 BGB: Die Kündigung eines Arbeitsvertrags bedarf der Schriftform. Eine Kündigung per E-Mail, per WhatsApp-Nachricht oder per Fax ist nach deutschem Recht unwirksam — selbst wenn der Arbeitgeber die Nachricht tatsächlich liest und schriftlich bestätigt. Die eigenhändige Unterschrift unter dem Kündigungsschreiben auf Papier ist nicht verhandelbar. Ein zweiter häufiger Fehler betrifft die Kündigungsfrist. § 622 Abs. 1 BGB legt für Arbeitnehmer eine Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats fest. Viele verwechseln „vier Wochen" mit „einem Monat". Dabei ist ein Monat länger als vier Wochen, wenn er 31 Tage hat — und das gilt für viele Monate des Jahres. Rechnest du falsch, kann sich der Austritt um Wochen verschieben. Im Arbeitsvertrag kann eine längere Kündigungsfrist vereinbart sein; auch Tarifverträge können abweichende Regelungen enthalten. Vor dem Schreiben des Kündigungsbriefs lohnt es sich daher, den Arbeitsvertrag aufzuschlagen und die Abschnitte zur Kündigungsfrist gezielt zu lesen. Kürzere als die gesetzliche Frist darf der Arbeitsvertrag für Arbeitnehmer grundsätzlich nicht vorsehen — außer in der vereinbarten Probezeit. Das Schreiben selbst sollte bestimmte Mindestangaben enthalten: den vollständigen Namen und die Anschrift des Arbeitnehmers sowie des Arbeitgebers, das genaue Kündigungsdatum (das Datum, zu dem das Arbeitsverhältnis enden soll, nicht das Datum des Schreibens selbst), eine klare Aussage wie „Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis fristgerecht zum [Datum]", sowie Ort, Datum und die eigenhändige Unterschrift. Eine Begründung ist nicht erforderlich — Arbeitnehmer müssen nicht erklären, warum sie kündigen. Die Formulierung „zum nächstmöglichen Termin" ist zwar juristisch ausreichend, führt aber manchmal zu Rückfragen; ein konkretes Datum ist klarer und professioneller. Für den sicheren Zugang beim Arbeitgeber empfiehlt sich die persönliche Übergabe mit Empfangsbestätigung oder der Versand per Einwurf-Einschreiben. Ein normales Einschreiben genügt nicht immer, weil bei Abwesenheit des Empfängers lediglich ein Benachrichtigungszettel hinterlassen wird und der Zugang dann strittig werden kann. Der Einwurf-Einschreiben-Beleg beim Postamt belegt dagegen den Einwurf in den Briefkasten direkt — das reicht in der Rechtsprechung als Nachweis des Zugangs. Nach dem Abschicken der Kündigung solltest du dich außerdem innerhalb von drei Tagen nach Kenntniserlangung persönlich beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden. Wer diese Frist verpasst, riskiert eine einwöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. Davon unabhängig hast du Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis — formuliere den Wunsch in einem separaten Schreiben, nicht im Kündigungsbrief selbst, und setze eine angemessene Frist von zwei bis drei Wochen. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, das Zeugnis zeitnah auszustellen. Wer die Kündigung form- und fristgerecht einreicht und diese Nachschritte nicht vergisst, legt den Grundstein für einen reibungslosen Übergang in das nächste Arbeitsverhältnis.
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Typische Situation
Diese Punkte tauchen bei arbeitsvertrag kündigen besonders häufig auf.
- Du hast dich entschieden, deinen Job zu kündigen, und willst das Schreiben schnell und formal korrekt aufsetzen
- Du weißt nicht genau, welche Frist du einhalten musst und wann dein Arbeitsverhältnis frühestens endet
- Du bist unsicher, ob eine Kündigung per E-Mail oder mündlich ausreicht, oder ob Papier mit Unterschrift Pflicht ist
- Du willst sichergehen, dass das Schreiben alle nötigen Angaben enthält und kein formaler Fehler die Kündigung verzögert
So funktioniert es
In 3 Schritten zur fertigen Kündigung.
Frist und Termin bestimmen
Prüfe deinen Arbeitsvertrag und berechne die Kündigungsfrist nach § 622 BGB — das Ergebnis ist dein Austrittsdatum, das ins Schreiben eingetragen wird.
Kündigungsschreiben erstellen
Fülle Arbeitgeber- und Arbeitnehmerangaben sowie den Beendigungstermin aus — der Generator erstellt daraus ein vollständiges, schriftformgerechtes Dokument als PDF.
Unterschreiben und sicher zustellen
Drucke das Schreiben aus, unterschreibe es eigenhändig und übergib es persönlich mit Empfangsbestätigung oder versende es per Einwurf-Einschreiben.
FAQ
Häufige Fragen
Kann ich meinen Arbeitsvertrag per E-Mail kündigen?
§ 623 BGB schreibt für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses die Schriftform vor: Papier, eigenhändige Unterschrift, kein digitales Dokument. Eine E-Mail-Kündigung ist von Anfang an unwirksam — auch wenn der Arbeitgeber sie bestätigt.
Wie lange ist meine Kündigungsfrist als Arbeitnehmer?
Gemäß § 622 Abs. 1 BGB gilt eine Grundfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Dein Arbeitsvertrag kann eine längere Frist vorsehen — lies ihn vor dem Kündigen genau durch.
Muss ich angeben, warum ich kündige?
Nein. Arbeitnehmer sind gesetzlich nicht verpflichtet, ihre Kündigung zu begründen. Du kannst freiwillig einen Grund nennen, musst es aber nicht.
Was ist der sicherste Weg, die Kündigung zuzustellen?
Die persönliche Übergabe mit schriftlicher Empfangsbestätigung ist am sichersten. Alternativ eignet sich das Einwurf-Einschreiben — es belegt den Einwurf in den Briefkasten. Ein normales Einschreiben mit Rückschein reicht nicht immer aus.
Ist das hier eine Rechtsberatung?
Nein. Diese Seite stellt rechtlich geprüfte Formulierungsbausteine zur Verfügung und erläutert allgemeine gesetzliche Grundlagen — sie ersetzt jedoch keine individuelle Rechtsberatung. Bei strittigen oder komplexen Situationen, etwa wenn du eine Abfindung verhandeln oder eine Änderungskündigung prüfen möchtest, empfehlen wir die Beratung durch einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht oder deine zuständige Gewerkschaft.
Bereit, deine Kündigung zu erstellen?
Beantworte ein paar Fragen — dein Kündigungsschreiben nach juristisch geprüfter Vorlage erhältst du sofort als PDF, auf Wunsch versenden wir es per Post oder Einschreiben.
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