Banken · 6 Schritte

Santander kündigen

Wer heute eine Kündigung an die „Santander Consumer Bank AG“ adressiert, schreibt an einen Namen, den es so nicht mehr gibt. Die Bank teilt selbst mit: „Die Santander Consumer Bank AG ist jetzt die Openbank Deutschland AG“ Das Impressum weist inzwischen die Openbank Deutschland AG als Anbieter aus, Santander-Platz 1, D-41061 Mönchengladbach, Handelsregister Amtsgericht Mönchengladbach, HRB 1747. Anschrift, Registernummer und Standort sind identisch geblieben — nur die Firma ist eine andere. Für Ihre Kündigung ist das eine reine Adressierungsfrage und kein Grund zur Sorge: Die Bank stellt ausdrücklich klar, dass bestehende Verträge, Konditionen und Kontodaten unverändert weitergelten. Sie kündigen also denselben Vertrag, nur beim richtig benannten Gegenüber.

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So kündigst du Santander in 6 Schritten

Einfach, schnell, nach einer an den gesetzlichen Vorgaben ausgerichteten Vorlage — wir übernehmen den Versand.

1

Empfänger korrekt benennen

Adressieren Sie an die Openbank Deutschland AG, Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach. Ein zusätzlicher Hinweis auf den früheren Namen Santander Consumer Bank AG schadet nicht und hilft der Zuordnung, wenn Ihre Unterlagen noch auf den alten Namen lauten.

2

Vertragsart bestimmen

Girokonto, Einlagenkonto, Kreditkarte und Ratenkredit folgen unterschiedlichen Bedingungswerken. Für das Girokonto gelten die Bedingungen für Girokonten in Verbindung mit Nr. 18 und 19 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

3

Kündigung in Textform aufsetzen

Die Bedingungen verlangen Textform, ausdrücklich formuliert als: „Kündigungserklärungen haben in Textform zu erfolgen.“ Nennen Sie IBAN beziehungsweise Vertragsnummer, vollständigen Namen, Geburtsdatum und Anschrift.

4

Saldo und Überziehung vorher klären

Ein eingeräumter Überziehungskredit ist ein eigener Vertrag. Die Bedingungen regeln zudem: Eine Kündigungserklärung des Kontoinhabers „gilt als nicht erfolgt, wenn er den geschuldeten Betrag nicht binnen 2 Wochen zurückzahlt.“

5

Bei Gemeinschaftskonten alle Inhaber unterschreiben lassen

„Eine Auflösung des Kontos kann nur durch alle Kontoinhaber gemeinschaftlich erfolgen (zur Ausnahme für den Todesfall siehe Ziffer 9.6).“ Ein Oder-Konto lässt zwar Einzelverfügungen zu, die Auflösung aber nicht.

6

Guthabenauszahlung und Bestätigung nachhalten

Geben Sie im Kündigungsschreiben an, auf welches Konto ein Restguthaben überwiesen werden soll. Fordern Sie eine Bestätigung mit Beendigungsdatum an und prüfen Sie, ob laufende Lastschriften bis dahin umgestellt sind.

Kündigungsfrist bei Santander

Der wichtigste Punkt zuerst, weil er über die richtige Adressierung entscheidet: Die Bank firmiert nicht mehr als Santander Consumer Bank AG. Auf der Informationsseite heißt es: „Die Santander Consumer Bank AG ist jetzt die Openbank Deutschland AG“ Und weiter: „Aus der Santander Consumer Bank AG wird daher künftig die Openbank Deutschland AG.“ Das Impressum nennt entsprechend als Anbieter die Openbank Deutschland AG, Santander-Platz 1, D-41061 Mönchengladbach, mit dem Eintrag „Handelsregister Amtsgericht Mönchengladbach, HRB 1747“. Die Marke Santander bleibt daneben bestehen: „Die Marke ‚Santander‘ bleibt als Teil der internationalen Santander-Gruppe bestehen. In Deutschland tritt Ihre Bank künftig unter dem Namen Openbank Deutschland AG auf.“ Für Ihren Vertrag ändert das nichts. Die Bank sagt zu: „Ihre Verträge, vereinbarten Konditionen sowie alle Leistungen bleiben unverändert bestehen. Ihre Produkte laufen einfach weiter. Eine Aktualisierung Ihrer Kundendaten ist in diesem Zusammehang nicht erforderlich.“ Auch die Bankverbindung bleibt: „Ihre IBAN und alle bestehenden Kontodaten bleiben unverändert gültig und können weiterhin genutzt werden.“ Sie können sich in der Kündigung also weiter auf Ihre bekannte IBAN und Vertragsnummer beziehen — nur der Empfängername sollte aktuell sein. Das Girokonto selbst ist unbefristet: „Der Vertrag über das Girokonto läuft auf unbestimmte Zeit.“ Für die Kündigung verweisen die Bedingungen für Girokonten in Ziffer 14.2 auf das allgemeine Regelwerk: „Die vertraglichen Kündigungsbedingungen ergeben sich aus Nr. 18 und 19 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank (AGB):“ Ziffer 14.3 fasst Ihre Position zusammen: „Der Kunde kann den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen (vgl. Nr. 18 Abs. 1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank).“ In den AGB selbst lautet Nr. 18 Abs. 1: Der Kunde kann die gesamte Geschäftsverbindung oder einzelne Geschäftsbeziehungen, „für die weder eine Laufzeit noch eine abweichende Kündigungsregelung vereinbart ist, jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.“ Umgekehrt ist die Bank länger gebunden: „Für die Kündigung des Vertrags (bei dem es sich um einen sog. […] handelt) durch die Bank beträgt die Kündigungsfrist mindestens zwei Monate (vgl. Nr. 19 Abs. 1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank).“ Beide Seiten können daneben aus wichtigem Grund fristlos kündigen, wie Ziffer 14.5 klarstellt. Zur Form lohnt ein genauer Blick, weil hier leicht das Falsche zitiert wird. Weder Ziffer 14 der Bedingungen für Girokonten noch Nr. 18 der AGB schreiben für die Kündigung durch den Kunden eine bestimmte Form vor — Nr. 18 Abs. 1 regelt allein das „Jederzeitiges Kündigungsrecht“ und schweigt zur Form. Der Satz „Kündigungserklärungen haben in Textform zu erfolgen.“ steht in Ziffer 10.8 und gehört damit zum Abschnitt über den Überziehungskredit, nicht zur Kontokündigung. Wir übertragen ihn deshalb ausdrücklich nicht auf das Girokonto. Praktisch heißt das: Eine strengere Form als die gesetzliche schuldet Ihnen niemand, aber Sie sollten aus Beweisgründen ohnehin schriftlich vorgehen — und den Weg wählen, den die Bank selbst offen hält. Zwei Stolpersteine entscheiden in der Praxis darüber, ob Ihre Kündigung greift. Der erste ist ein negativer Saldo. Ziffer 10.8 enthält eine Klausel, die man leicht übersieht: „Eine Kündigungserklärung des Kontoinhabers gilt als nicht erfolgt, wenn er den geschuldeten Betrag nicht binnen 2 Wochen zurückzahlt.“ Wer also mit ausgeschöpftem Dispo kündigt und den Betrag nicht innerhalb von zwei Wochen ausgleicht, hat am Ende gar nicht gekündigt. Der eingeräumte Überziehungskredit selbst lässt sich unabhängig davon jederzeit beenden: „Bank und Kontoinhaber sind berechtigt, den Überziehungskredit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen.“ Der zweite Stolperstein betrifft Gemeinschaftskonten. Ziffer 9.1.4 bestimmt: „Eine Auflösung des Kontos kann nur durch alle Kontoinhaber gemeinschaftlich erfolgen (zur Ausnahme für den Todesfall siehe Ziffer 9.6).“ Das überrascht viele, weil dieselben Bedingungen das Gemeinschaftskonto ausdrücklich als Oder-Konto mit Einzelverfügungsberechtigung führen — verfügen darf jeder allein, auflösen nur alle gemeinsam. Holen Sie die Erklärung der Mitinhaber deshalb vorab ein, sonst bleibt das Konto trotz Ihrer Kündigung bestehen. Ein Sicherheitshinweis gehört in diesen Zusammenhang, weil die Umfirmierung ein beliebter Aufhänger für Betrugsversuche ist. Die Bank warnt selbst: „Unser Name ändert sich, unser Anspruch an Ihre Sicherheit bleibt. Erfahrungsgemäß nutzen Betrüger solche Veränderungen gezielt mit gefälschten E-Mails, SMS, Nachrichten, Briefen oder Anrufen aus, um Zugriff auf Ihr Online Banking zu erlangen oder Sie zur Ausführung einer Transaktion zu verleiten.“ Für eine Kündigung müssen Sie weder eine TAN freigeben noch Zugangsdaten mitteilen. Wer Sie im Zuge einer angeblichen Kontoumstellung dazu auffordert, will nicht Ihre Kündigung bearbeiten. Ein Widerspruch in den Unterlagen der Bank verdient dabei besondere Aufmerksamkeit, weil er den Übertragungsweg betrifft. Die Bedingungen verlangen für die Kündigung lediglich Textform, was eine E-Mail einschließen würde. Das Impressum schließt genau diesen Weg für rechtsgeschäftliche Erklärungen aber aus: „Der Austausch von Nachrichten mit der Openbank Deutschland AG per E-Mail dient ausschließlich Informationszwecken. Rechtsgeschäftliche Erklärungen dürfen über dieses Medium nicht ausgetauscht werden.“ Ausgenommen ist dort ausdrücklich nur der Widerruf einer auf den Abschluss eines Darlehensvertrages gerichteten Willenserklärung. Eine Kündigung ist eine rechtsgeschäftliche Erklärung — verschicken Sie sie deshalb nicht per einfacher E-Mail, sondern per Post oder über das Nachrichtenpostfach im Online-Banking. Die Textform bleibt dabei gewahrt, Sie umgehen aber den vom Anbieter selbst gesperrten Kanal. Zum Abschluss: Nennen Sie im Schreiben ein Konto für die Auszahlung eines Restguthabens, stellen Sie Daueraufträge und Lastschriften rechtzeitig um und lassen Sie sich das Beendigungsdatum schriftlich bestätigen.

Verkürzte Kündigungsfristen seit 2022

Seit dem 1. März 2022 gilt das reformierte Verbrauchervertragsrecht: Verträge, die sich nach der Erst-Laufzeit automatisch verlängern würden, sind seitdem jederzeit mit einer Frist von nur einem Monat kündbar. Das betrifft auch Santander. Eine komplette Liste aller Fristen findest du im Artikel Kündigungsfristen 2026.

Sonderkündigungsrecht bei Santander

In manchen Situationen musst du nicht auf das reguläre Vertragsende warten. Ein Sonderkündigungsrecht greift unter anderem bei einer Preiserhöhung durch den Anbieter (6 Wochen Sonderkündigungsrecht ab Mitteilung), bei einem Umzug an einen Ort, an dem Santander nicht liefern kann, bei dauerhaften Leistungsstörungen oder bei einer einseitigen Vertragsänderung. Die rechtlichen Details erklären wir im Artikel Sonderkündigungsrecht und außerordentliche Kündigung.

Warum Santander mit uns kündigen?

  • Du musst keine Adresse, E-Mail oder Fax-Nummer recherchieren — wir kennen die richtige Stelle.
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  • Auf Wunsch per Einschreiben mit Sendungsverfolgung — der sichere Nachweis im Streitfall.

Formgerecht kündigen — wichtige Grundlagen

Damit deine Kündigung bei Santander rechtlich wasserdicht ist, solltest du drei Dinge beachten. Die richtige Form — meist Textform nach § 126b BGB. Eine Kündigung per Einschreiben gibt dir im Streitfall den besten Zugangsnachweis. Die richtigen Pflichtangaben — eine fertige Kündigungs-Vorlage zeigt, was mindestens rein muss. Und die Unterscheidung von Kündigung und Widerruf: ein Widerruf gilt nur innerhalb der 14-Tage-Frist nach Vertragsabschluss.

FAQ

Häufige Fragen zu Santander

Heißt meine Bank jetzt anders — muss ich etwas tun?

Für den Vertrag nichts. Die Bank schreibt: „Für Sie bleibt dabei alles wie gewohnt: Ihre bestehenden Verträge, vereinbarten Konditionen sowie Funktionen bleiben unverändert. Sie müssen nichts unternehmen.“ Für die Kündigung sollten Sie allerdings den aktuellen Namen verwenden: Openbank Deutschland AG.

Ändern sich IBAN oder Kartennummer?

Nein. Die Bank stellt fest: „Ihre IBAN und alle bestehenden Kontodaten bleiben unverändert gültig und können weiterhin genutzt werden.“ Ihre Kündigung kann sich also weiterhin auf die Ihnen bekannte IBAN beziehen.

Gilt eine Kündigungsfrist für mich als Kunde?

Nein. Nr. 18 Abs. 1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bestimmt: Der Kunde kann die gesamte Geschäftsverbindung oder einzelne Geschäftsbeziehungen, „für die weder eine Laufzeit noch eine abweichende Kündigungsregelung vereinbart ist, jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.“ Die Girokontobedingungen wiederholen das in Ziffer 14.3.

Und mit welcher Frist kann die Bank kündigen?

Mindestens zwei Monate. Ziffer 14.4 der Bedingungen für Girokonten: „Für die Kündigung des Vertrags (bei dem es sich um einen sog. […] handelt) durch die Bank beträgt die Kündigungsfrist mindestens zwei Monate (vgl. Nr. 19 Abs. 1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank).“

Hat mein Girokonto eine Laufzeit?

Nein. Ziffer 14.1 hält fest: „Der Vertrag über das Girokonto läuft auf unbestimmte Zeit.“ Es gibt also keinen Verlängerungsstichtag, den Sie verpassen könnten, und keine Mindestlaufzeit, die Sie abwarten müssten.

Muss ich unterschreiben?

Textform genügt, und die Bedingungen sagen es ausdrücklich: „Kündigungserklärungen haben in Textform zu erfolgen.“ Eine eingescannte Unterschrift ist damit nicht zwingend, schadet aber nicht. Entscheidend ist, dass Sie als Erklärender eindeutig erkennbar sind.

Was passiert, wenn mein Konto im Minus ist?

Dann läuft die Kündigung ins Leere, wenn Sie nicht schnell ausgleichen. Ziffer 10.8 bestimmt: „Eine Kündigungserklärung des Kontoinhabers gilt als nicht erfolgt, wenn er den geschuldeten Betrag nicht binnen 2 Wochen zurückzahlt.“ Planen Sie den Ausgleich also vor dem Absenden ein.

Kann ich meinen Dispo separat kündigen?

Ja, und zwar sofort. Ziffer 10.7: „Bank und Kontoinhaber sind berechtigt, den Überziehungskredit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen. Die Bank wird bei der Ausübung des Kündigungsrechts auf die berechtigten Belange des Kontoinhabers Rücksicht nehmen.“ Danach kann die Bank jederzeit zur Rückzahlung der Inanspruchnahme auffordern.

Wir haben ein Gemeinschaftskonto — reicht meine Kündigung?

Nein. Ziffer 9.1.4 ist eindeutig: „Eine Auflösung des Kontos kann nur durch alle Kontoinhaber gemeinschaftlich erfolgen (zur Ausnahme für den Todesfall siehe Ziffer 9.6).“ Das gilt auch beim Oder-Konto, bei dem sonst jeder allein verfügen darf. Für die Auflösung brauchen Sie die Erklärung aller Inhaber.

Ich habe eine Mail zur Namensänderung bekommen — kann das Betrug sein?

Vorsicht ist berechtigt, und die Bank warnt selbst davor: „Erfahrungsgemäß nutzen Betrüger solche Veränderungen gezielt mit gefälschten E-Mails, SMS, Nachrichten, Briefen oder Anrufen aus, um Zugriff auf Ihr Online Banking zu erlangen oder Sie zur Ausführung einer Transaktion zu verleiten.“ Geben Sie im Zuge einer Kündigung niemals Zugangsdaten oder TAN heraus — für eine Kündigung braucht niemand Ihre TAN.

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